„Also so schlimm war es jetzt nicht, wir haben mit Blick auf die Vorhersage ja noch Glück gehabt“, Michael Bonks Fazit in Sachen „Hitzeschlacht“ fiel eigentlich gar nicht so negativ aus.

Bei Temperaturen über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein war es aber auch nicht unbedingt kühl in den sechs eingesetzten Cup-Autos. Beim Ergebnis war der vierte Lauf des Jahres für Bonk motorsport komplett zweigeteilt. Während es im BMW-Cup einen verdienten Doppelsieg gab, kam im Opel-Cup nur ein Auto des Münsteraner Rennstalls ins Ziel.
Zu den absolut positiven Erscheinungen zählte das Ergebnis der beiden Startnummern 691 und 692. Die beiden BMW M235i Racing Cup sicherten sich in der BMW Cup Klasse einen Doppelsieg. Mario Merten und Ralf Schall gewannen im Hakro-BMW vor Alexander Mies und Jens Moetefindt im zweiten Bonk-Auto. „Wir haben ja schon beim letzten Mal gesehen, wo wir landen können und jetzt haben wir das mit beiden Autos sehr gut umgesetzt“, lobte Bonk seine beiden Fahrerduos. Der Teamchef selbst trat im dritten BMW des Teams gemeinsam mit Jürgen Meyer an. „Wir sind antizyklisch gefahren und haben einen zusätzlichen Stopp eingelegt“, erklärte Bonk. Da das Ergebnis für ihn an dieser Stelle zweitrangig war, herrschte unterm Strich in Sachen BMW große Zufriedenheit im Team.
Das konnte man auf der Opel-Seite leider nicht sagen. Immerhin: Jasmin Preisig und Marcel Senn lieferten erneut ein tadelloses Rennen ab und hielten die Bonk-Fahne hoch. Rang 5 war ein sehr gutes Ergebnis, über das sich Fahrer und Teamchef gleichermaßen freuten.
Beim Westfalen-Opel gab es leider keinen Grund zur Freude. Schon früh im Rennen musste Mario Merten mit einem Plattfuß vorne links vorzeitig die Box ansteuern. „Mario hat das rechtzeitig gemerkt, er musste aber natürlich entsprechend langsam fahren.“ Wenig später erlitt der Opel Astra OPC wieder vorne links einen Reifenschaden. Es ging nicht ganz so glimpflich ab und Jürgen Nett landete in der Leitplanke. „Der Schaden war gar nicht so schlimm und hätte repariert werden können, doch Jürgen hat es leider nicht zurück an die Box geschafft“, ärgerte sich Bonk, der dem Fahrer ausdrücklich keinen Vorwurf machte. „Wir müssen jetzt mal nachsehen, warum wir vorne links gleich zwei Reifenschäden hatten.“
Ein Reifenschaden war auch der Grund für den Ausfall des dritten Bonk-Opel. Auch hier lag es nicht am Schaden selbst, sondern am ungünstigen „Parkplatz“ auf der Nordschleife. „Wir kamen mit dem Team einfach nicht an unser Auto dran, das ist sehr ärgerlich.“
Während Bonk motorsport jetzt also in Ruhe die Autos wieder rennfertig macht, geht die VLN in eine kleine Sommerpause. Am 01. August startet dann der nächste Lauf, den Bonk motorsport mit den BMWs genauso und mit den Opels wieder erfolgreich bestreiten will.
Fotos: Jochen Merkle

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