Die Temperaturen klettern. Und auch das Rennfieber steigt.

Die VLN gönnt sich in diesen Tagen nur eine kleine Atempause. Bereits zwei Wochen nach dem fulminanten Saisonauftakt geht es mit dem 43. DMV 4-Stunden-Rennen weiter bei der weltweit größten Breitensportserie. Im Vorfeld des 24h-Rennens am Nürburgring liest sich das Teilnehmerfeld traditionell wie ein Who is Who des automobilen Motorsportes. Rund 180 Fahrzeuge nehmen den legendären Eifelkurs in Angriff.

Wenig überraschend stellt die SP9 die größte Fraktion mit 26 Startern. Unter anderem sind die beiden DTM-Piloten Nico Müller und Edoardo Mortara in der leistungsstärksten Klasse mit von der Partie. Der Schweizer Müller greift sowohl für das Team Phoenix als auch für das Team Land in einem Audi R8 LMS ins Lenkrad. Mortara teilt sich mit Dominik Baumann und und Indy Dontje das Cockpit eines Mercedes AMG GT3 des Teams Mann Filter.

Aus der Nennliste sticht auch der Name von André Lotterer hervor. Bei VLN 1 fuhr der dreimalige Le-Mans-Sieger im Porsche Cayman in der V5 mit Mike David Ortmann auf Rang vier. Mit der DMSB-Permit Nordschleife im Rennoverall rüstet der Duisburger nun auf. Der Super Formula Meister und WEC-Champion gibt ebenfalls in der SP9 Vollgas mit Porsche-Test- und Entwicklungsfahrer Lars Kern für das KÜS Team75 Bernhard in einem Porsche 911 GT3 R.

Die Zeit der kunterbunten Ostereier ist zwar vorbei, die VLN besticht aber das ganze Jahr über durch ihre farbenreiche Vielfalt. Jedes Auto, in jeder Klasse ist auf seine Art augenfällig. Und auch die sportlichen Lebensläufe der Fahrer sind mannigfach und inhaltsreich. So wie jene der VLN-Seriensieger Christopher Gerhard und Ralf Schall. Nachdem das schlagkräftige Duo bei VLN 1 noch ausgesetzt hatte, gehen sie nun in der Klasse H4 für Tam-Racing wieder mit einem Porsche 911 GT3 Cup an den Start. Zusammen kommen die beiden auf insgesamt 134 Klassensiege. Schall ist mit 98 Klassensiegen der Erste der Gesamtstatistik.

Ihr Saisondebüt geben auch Dirk und Tim Groneck aus Melle. Die VLN-Meister von 2013 und 2015 haben in der aufstrebenden Klasse H2 mit einem Renault Clio gemeldet. Beide haben jeweils 21 Klassensiege zu Buche stehen. Der bunteste Farbtupfer im Feld ist wieder mal der vom US-amerikanischen Milliardär James Glickenhaus entworfene SCG 003. Das Fahrzeug hat einen V6-Motor mit 3,5 Liter Hubraum und startet in der Specials X-Klasse mit der gewohnten Besetzung um den Bitburger Thomas Mutsch, den Schweden Andreas Simonsen und den Franzosen Franck Mailleux.

Neu in dieser Saison: SP9 teilt sich in Professionals, Premium und Masters
Laut vorläufiger Teilnehmerliste ist die SP9 die am stärksten besetzte Klasse beim zweiten VLN-Lauf. Die 26 genannten Fahrzeuge werden allerdings zum Rennen gemäß der FIA-Fahrereinstufungsliste noch in drei Unterklassen aufgeteilt. Der Motorsport-Weltverband bewertet alle Rennfahrer, abhängig von ihren bisherigen Erfolgen, in den Kategorien Bronze, Silber, Gold und Platin. Profirennfahrer gehen in der VLN als „Professionals“ ins Rennen, gemischte Fahrerpaarungen als „Premium“ und reine Amateurteams als „Masters“. So treffen in den drei Klassenwertung ausschließlich Fahrer von vergleichbarem Leistungsniveau aufeinander und messen sich im fairen sportlichen Wettkampf. Die VLN-interne Einstufung folgt dabei einem einfachen Schema: Paarungen mit ausschließlich Bronze-Fahrern werden „Masters“. Ist daneben ein Silber-Fahrer involviert, wird „Premium“ gewertet, alles mit Beteiligung Gold oder Platin gilt als „Professionals“.

Mittendrin statt nur dabei ist bei der VLN nicht nur eine Floskel
Rund um die Nordschleife ist der Eintritt bei allen neun Saisonrennen frei. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und den Besuch des Fahrerlagers sind Tickets schon ab 15 Euro zu haben. Beim Pitwalk kann man den Teams bei der Arbeit über die Schulter schauen. Kinder bis 14 Jahre haben auch hier freien Eintritt. Tickets zu den VLN-Rennen sind über die kostenlose Tickethotline 0800 20 83 200, den Nürburgring Online-Shop sowie vor Ort im info°center und an den Zugängen zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und zum Fahrerlager erhältlich.