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[Startseite » Reportagen » Aufgaben und Einsatzbereich des Sportwartes]
Reportage Streckensicherung Teil 3Aufgaben und Einsatzbereich des SportwartesDer dritte Teil unserer Serie über die Helfer an der Strecke befasst sich mit den Aufgaben des Sportwartes während der Rennveranstaltung.
Sichern, Melden, Retten! – Der Grundsatz der Streckensicherung erklärt klar den Sinn der eingesetzten Sportwarte an der Strecke und präzisiert deren Aufgaben und zwar gewollt in dieser Reihenfolge: Sichern, Melden, Retten. Die Aufgabe des einzelnen Sportwartes der Streckensicherung an der Rennstrecke richtet sich im wesentlichen nach dem ihm zugeteilten Aufgabenbereich und der allgemeine Besetzung seines Einsatzpostens, die wiederum durch das Streckenabnahmeprotokoll der Sportbehörde (FIA / DMSB) festgelegt ist. Die überwiegend ausgeführte Aufgabe durch den Sportwart ist die Beobachtung des Renngeschehens, also die Überwachung des zugeteilten Streckenbereiches und das selbstständige Zeigen der erforderlichen Flaggensignalen, wie etwa die Blaue Flagge während Überhol- und Überrundungsvorgängen. Der Streckenbeobachter ist im Ernstfalle für die Absicherung einer Gefahrenstelle - zum Beispiel durch zeigen der gelben Flagge - zuständig. Die Absicherung ist oberste Priorität nach einem Unfall, um Folgeunfälle zu vermeiden und um die Bergungskräfte auf der Strecke abzusichern. Speziell auf der Nordschleife findet man noch Streckenposten die mit nur einem Sportwart besetzt sind, welche nur die Funktion der Beobachtung und Absicherung wahr nehmen. In dessen Nähe befindet sich aber immer einer mit - in der Regel - zwei Sportwarten besetzter Posten, von dem ein Wart als Funker die zusätzliche Aufgabe der Streckenmeldung wahrnimmt, also wie in Teil 2 unserer Serie beschrieben mit dem Abschnittsleiter beziehungsweise dem Hauptposten und somit der Rennleitung in Verbindung steht. Die Streckenmeldungen der Sportwarte sind sehr wichtig um Geschehnisse festzuhalten und nicht zuletzt Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Neben den Aufgaben zur Absicherung der Rennstrecke nehmen die Sportwarte der Streckensicherung immer auch teils sportliche Überwachungsfunktionen war. Zum Beispiel ob gezeigte Falggenzeichen und geltende Fahrvorschriften von den Fahrern beachtet werden. Oder ob sich ein Teilnehmer vieleicht einen Vorteil durch Abkürzen verschafft oder mit einem nach Unfall nicht mehr sicheren Fahrzeug unterwegs ist. Dies gibt in jedem Falle immer eine Meldung von der Strecke an die Rennleitung, die dann weitere Entscheidungen trifft. Die Posten an der Rennstrecke sind mit Feuerlöschern, Ölbindemitteln und Besen ausgestattet, um diese bei Bedarf einzusetzen. Bei Veranstaltungen auf der modernen Grand Prix Strecke sind dazu oft Sportwarte speziell als Streckenwart (Besenmann), Brandbekämpfer oder Sanitäter eingesetzt und speziell in diesen Funktionen ausgebildet. Die Funktion des Brandbekämpfers und Sanitäters ist selbsterklärend, der Streckenwart dem hingegen ist für die Bergung von gestrandeten Autos oder die Reinhaltung der Strecke, beispielsweise von Öl oder Fahrzeugteilen, zuständig. Dadurch kann ein Streckenposten schnell auf eine Größe von bis zu 6 Sportwarten anwachsen und die wichtigen Funktionen der Rettung und Bergung wahrnehmen und im Notfall die Erstversorgung sicherstellen. Bei sovielen verschiedenen Personen auf den Posten ist eine Person als Postenleiter für deren Koordination zuständig. Unterstützt werden die Sportwarte an der Rennstrecke immer durch die Einsatzfahrzeuge der Rennleitung, der Feuerwehr und der DMSB-Staffel. Die Staffelfahrzeuge arbeiten gerade auch an der Nordschleife Hand in Hand mit den Posten und Unterstützen diese bei gefährlichen Rettungen und Bergungen. Mehr dazu gibt es im nächsten Teil unserer Reportage zu lesen. Postenbezeichnung und Besetzung: A Posten: 7 Sportwarte - Streckenpostenleiter - Stellvertreter - Streckenbeobachter - Funker / Telephonist - Sanitäter - Streckenwart - Brandbekämpfer B Posten: 5 Sportwarte - Streckenpostenleiter - Streckenbeobachter - Funker / Telephonist - Sanitäter - Streckenwart (gleichzeitig Brandbekämpfer) Einer davon gleichzeitig Stellvertereter des Postenleiters) C Posten: 3 Sportwarte (gegebenenfalls mehr) - Streckenbeobachter - 2. Funktion wählbar (z.B.: Funker) - 3. Funktion wählbar (z.B.: Streckenwart) Davon übernimmt einer die Postenleitung. D Posten: 2 Sportwarte - Streckenbeobachter - 2. Funktion wählbar (z.B.: Funker) Davon übernimmt einer die Postenleitung. E Posten: 1 Sportwart - Funktion wahlweise, stets aber gleichzeitig Streckenbeobachter Heute an der Strecke werden E-Posten kaum noch verwendet. Sonderfall Nordschleife: Einzelposten gibt es dort noch als Sichtverbindungsposten. Diese werden allerdings auch nach und nach auf D-Posten umgerüstet. S Posten (Sicherungsposten, evtl. beweglich): 1 Sportwart (gegebenenfalls mehr) - Funktion als Ordner zur Aufsicht oder Kontrolle von Zuschauerzonen, Sperrzonen oder Straßensperrungen. (Wichtig im Rallye Sport)
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