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„Explodierte“ Bremsscheibe bei K.O.K.

„Explodierte“ Bremsscheibe bei K.O.K.

Der Rheydter Club für Motorsport hatte zum 33. DMV Grenzlandrennen gebeten und auch das Team K.O.K – Motorsport aus Horbach/Westerwald ist dem Ruf in die Eifel gefolgt, um dort gemeinsam mit dem Team Dupré M-Sport an den Start zu gehen.

Motiviert durch die Ergebnisse der beiden vergangenen VLN-Läufe, wollte man an diesem Wochenende den Trend nach vorne fortsetzen.

Die Zeichen für dieses Vorhaben standen gut Die üblichen Vorbereitungen am Freitag verliefen ruhig und dementsprechend entspannt startete das Team in den Renntag.

Die Bedingungen für das Zeittraining am Samstag Morgen waren ideal, zwar hatte es am Abend zuvor in der Eifel heftig geregnet, doch die Strecke war trocken und auch die Temperaturen waren angenehm. Schnell Zeiten lagen also in der Luft.

Am Ende des 90minütigen Zeittrainings stand für das Fahrerduo Keller/Dupré eine 09:46.766 auf dem Zeitenmonitor. Der mit dieser Rundenzeit erreichte achte Startplatz, in der wie immer hart umkämpften und voll besetzten Klasse SP3, war jedoch für niemandem im Team Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil, „weder Christoph noch ich hatten während unserer Stints eine freie Runde. Schon jetzt gab es unzählige Gelbphasen und eine Menge Dreck auf der Strecke. Dabei freut es mich besonders, dass es mir, trotz der widrigen Umstände gelungen ist, meine persönliche Bestzeit zu knacken“, freute sich Mirko Keller nach Ende des Qualifyings.

Was das Rennen angeht sind wir zuversichtlich. Es ist auf jeden Fall noch Luft nach vorne, wir wissen was das Auto kann und Christoph ist ein hervorragender Starter, ich mache mir da keine Gedanken“, so Keller weiter

Und er sollte Recht behalten, als die zweite Startgruppe kurz nach 12:00 am Samstag Mittag die Start-Ziellinie erstmals passierte, war Startfahrer Christoph Dupré bereits im erbitterten Kampf um die Plätze. Nur wenige Kilometer später, in der Zufahrt zur Nordschleife hatte er sich schon auf Platz 6 in der Klasse nach vorne gekämpft und so sollte es auch weiter gehen. Christoph Dupré fuhr kontinuierliche Rundenzeiten und konnte so das Steuer des Honda Civic’s nach acht Runden auf der Eifelachterbahn an Mirko Keller übergeben. Nach einem problemlosen und routinierten Boxenstopp machte sich der 34jährige Westerwälder daran, die Arbeit seines Teamkollegen fortzusetzen. Auch er drehte unbeirrt und beständig seine Runden über GP-Kurs und Nordschleife, kämpfte den ein oder anderen Konkurrenten nieder und profitierte vom Pech der Konkurrenz.

Nur wenige Minuten vor Kellers geplantem Boxenstopp erreichte die Box der Funkspruch der dem bislang viel versprechenden und aussichtsreichen Rennen ein jähes Ende setze.

Mirko Keller meldete einen Einschlag in der Zufahrt zum Schwalbenschwanz.

Damit war das Rennen für K.O.K – Motorsport beendet, an ein weiter fahren war nicht mehr zu denken.

Eine spätere Analyse des Unfallhergangs machte deutlich wie alles passiert ist:

Bei Geschwindigkeiten jenseits der 200km/h war vorne rechts die Bremsscheibe regelrecht explodiert. Beim Anbremsen auf den Streckenabschnitt fehlte jegliche Bremswirkung, der Civic brach aus und Keller war nur noch Passagier.

„Es ging alles rasend schnell, ich habe noch versucht das Auto abzufangen, aber das war schier unmöglich“, so Keller am Samstag Abend.

„An dieser Stelle möchte ich mich aber auch bei den Streckenposten (Posten 179 und 180) bedanken, die sofort zur Stelle waren und geholfen haben“, so Keller weiter, der außer ein paar Prellungen und Verspannungen im Rücken und Nackenbereich keinerlei Verletzungen davon getragen hat.

Das Team rund um Christoph und Claus Dupré wird in den kommenden Tagen alles daran setzen, um den Civic für das anstehende Saisonhighlight, das 6h-Rennen, wieder in Stand zu setzen.

Dann wollen Mirko Keller und Christoph Dupré erneut ihre bisherigen Leistungen bestätigen und den Aufwärtstrend fortsetzen.

Das zweite Fahrzeug des Teams, ein in der V4 startender Honda Accord belegte in seiner Klasse den fünften Platz, nachdem die Fahrerbesetzung Claus Dupré, Bernd Tempels und Axel Jahn zu Beginn des Rennens sogar eine Zeit lang die Klasse angeführt haben.

geschrieben von: Alexandra Vormann - PT

| 22.07.2010, 19:05