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Interview mit Johannes StuckWir haben uns mit dem Polesetter des ersten VLN Laufes 2010 unterhalten - Johannes Stuck. 2010 ist er mit Christer Jöns bei Black Falcon mit einem Audi R8 LMS am Start.
Ring1: Johannes, wie läuft es momentan? Johannes Stuck: Ja, ich bin erstmal froh, dass ich jetzt mit der Uni fertig bin. Das hat ja doch dazu geführt, dass ich den einen oder anderen Lauf nicht starten konnte und jetzt war ich total motiviert hier zu sein. Gestern Abend war das Auto total geil zu fahren. Wir haben noch was am Setup geändert, einen neuen Reifen ausprobiert und waren für heute richtig zuversichtlich. Heute morgen ist der Christer dann raus gefahren und meinte schon über Funk, dass wir wahrscheinlich ein Problem haben werden. Es wurde dann immer schlimmer und als ich eben gefahren bin, haben wir Topspeedverlust gehabt von über 20 km/h. Leider, leider können wir jetzt heute nicht starten. Ring1: Wie kommst du so mit dem Audi R8 LMS zurecht? Johannes Stuck: Das Auto ist mega easy zu fahren. Es ist natürlich immer schwierig das letzte Zehntel zu finden. Aber mit sich da dran zu arbeiten das geht mit dem Auto auch sehr gut. Bisher hab ich mich gut eingeschossen. Wir hätten heute auf jeden Fall um die Top 3 Platzierung mitkämpfen können – ohne weiteres. Ring1: Du bist jetzt dieses Jahr zu Black Falcon gestoßen und fährst hier zusammen mit Christer Jöns. Wie fühlst du dich hier? Johannes Stuck: Ich fühle mich hier total wohl. Das Team macht einen super Job. Was jetzt heute passiert ist, da hat keiner die Finger drin. Das ist irgendein ganz kompliziertes Problem, weil auch der Computer kein Problem anzeigt. Also muss es schon wirklich sehr kompliziert sein. Auch der Christer ist sauschnell und beim Sean-Paul ist beim 24h-Rennen nachts der Knoten geplatzt. Wir bewegen uns da alle innerhalb von 5-6 Sekunden. Also ich denke heute wäre auf jeden Fall mit uns zu rechnen gewesen. Ring1: Deinen Anspruch ganz vorne mitzufahren hab ich jetzt schon deutlich herausgehört. Wie sind denn deine motorsportlichen Ziele – sagen wir mal für die nächsten 5 Jahre. Johannes Stuck: Naja, ich war ja die letzten Jahre schon in Amerika unterwegs gewesen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Also in Zukunft wünsche ich mir auf jeden Fall in einer internationalen Rennserie zu fahren, vielleicht auch noch ein bisschen schneller als GT3. Ring1: Der Name Stuck ist natürlich weltweit bekannt. Das hat man ja jetzt auch wieder gesehen als das Buch von Eckhard Schimpf „Stuck - Eine Rennfahrerdynastie“ herausgekommen ist. Hilft der Name Stuck oder ist es eher eine Last, da wohlmöglich eine große Erwartungshaltung da ist? Johannes Stuck: Also einerseits hilft es schon. Man hat ziemlich direkt einen guten Einstand, aber die Leistung muss ich im Endeffekt selbst bringen und auch das leidige Sponsorenthema habe ich genauso. Die Leute denken: Der heißt Stuck. Der findet da sowieso was oder der Vater zahlt es. Aber so ist es ganz und gar nicht. Wenn ich im Auto sitze, dann bin ich ich, denke nicht nach wie ich heiße, sondern konzentriere mich auf's Fahren und schaue meine Leistung zu bringen. Das hätte ich heute auch gerne gemacht. Naja, next time. geschrieben von: Christian Reinsch | 21.07.2010, 08:20 |
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