Nach seinem Sieg beim Qualifikationsrennen konnte Christopher Rink auch beim großen Saisonhighlight, dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring, eine beeindruckende Performance an den Tag legen.

Die Mannschaft rund um den Frankfurter bestimmte dabei vor allem im ersten Renndrittel das Geschehen an der Spitze des BMW M235i Racing Cup und konnte auch die schnellste Rennrunde für sich verbuchen. Ein Schaden an der Antriebswelle sorgte jedoch dafür, dass Christopher Rink und seine Teamgefährten am Ende knapp das Podium verpassen sollten und Vierte wurden. 

„Auch wenn eine Zielankunft beim 24h-Rennen immer etwas ganz Besonderes ist, überwiegt bei uns natürlich die Enttäuschung. Wir waren von der Pace her in der Lage, unsere Klasse zu gewinnen und konnten dies auch in den ersten neun Rennstunden unter Beweis stellen. Leider haben wir jedoch in der Nacht richtig viel Pech gehabt, als uns der Schaden an der Antriebswelle ereilt hat und dieser uns sehr weit zurückgeworfen hat. In unserer stark besetzten Klasse hat man dann kaum noch eine Chance, diese Zeit wieder gutzumachen“, resümierte Rink nach seinem insgesamt sechsten 24h-Rennen in der „Grünen Hölle“.

Foto: Bjoern SchuellerFoto: Hardy Elis

Dabei ging es für ihn und seine drei Teamgefährten Philipp Leisen, Danny Brink und Yannick Fübrich anfangs sehr gut los. So konnte man den BMW M235i Racing aus dem Hause des PIXUM Team Adrenalin Motorsport auf einer aussichtsreichen dritten Startposition qualifizieren und gleich von Rennbeginn an attackieren. Rinks Teamkollege Fübrich, der den Startstint übernahm, schob sich bereits nach wenigen Metern auf die zweite Position nach vorne und lieferte sich an der Spitze ein packendes Duell mit dem amtierenden VLN Meister Michael Schrey.

„Yannick ist sehr gut uns in Rennen gestartet und wir konnten in den nachfolgenden Stints an seine tolle Leistung anknüpfen. Je nach Boxenstopp wechselte dabei die Führung, wobei wir uns ab der vierten Rennstunde einen kleinen Vorsprung an der Spitze verschaffen konnten“, so Rink. Auch als es bei einsetzender Dunkelheit begann immer stärker zu regnen, ließen sich der Frankfurter und seine Teamgefährten nicht beirren. Im Gegenteil, auch bei diesen schwierigen Witterungsbedingungen war man glänzend unterwegs.

„Das Wetter hat uns vor eine sehr große Herausforderung gestellt. Trotzdem konnte ich auch während meines Doppelstints in der Nacht bei Regen mit den besten BMW M235i Cup-Fahrern mithalten. Das hat mich sehr gefreut, da ich ja normalerweise bei den VLN Rennen mit einem anderen BMW-Modell auf der Nürburgring Nordschleife unterwegs bin. Zudem hat das Team auch ein sehr gutes Händchen beim Timing für die Reifenwechsel bewiesen“, schilderte Rink.

Teamintern sollte dann allerdings ein Schaden an der Antriebswelle für Ernüchterung sorgen. Trotz einer schnellen Reparatur seitens der Boxencrew des PIXUM Team Adrenalin Motorsport verlor man rund zwei Runden auf die Konkurrenz und fiel auf den vierten Platz zurück.

„Von diesem Zeitpunkt an war für uns klar, dass es aus eigener Kraft unheimlich schwierig werden wird, wieder nach vorne zukommen. Trotzdem wollten wir nochmal alles in die Waagschale werfen und haben bis zum Schluss extrem attackiert. Wir konnten zwar noch einiges auf die Top-3 Fahrzeuge gutmachen, trotzdem sind wir leider nicht mehr über den vierten Platz hinausgekommen“, schilderte Rink, der sich am Ende trotz allem über zwei ganz spezielle Ergebnisse sehr freute. So belegte sein Vater, Ralph-Peter Rink, einen ausgezeichneten fünften Platz im BMW M235i Racing Cup und einer seiner besten Freunde, Ioannis Smyrlis, gewann die Klasse V5.

„Mein Vater hat zusammen mit seinen Teamkollegen eine starke Leistung gezeigt. Sie konnten das Auto ohne einen Kratzer über Distanz bringen und einen tollen fünften Platz in der stark besetzten Klasse einfahren. Genauso freue ich mich aber auch über den Sieg von Ioannis, mit dem ich seit fast 20 Jahren sehr eng befreundet bin.

Für mich selbst war es rückblickend betrachtet eines meiner bisher schwierigsten Rennen überhaupt. Ich bin allen beteiligten Personen unendlich dankbar für die Unterstützung und das mir entgegen gebrachte Vertrauen. Ganz speziell möchte ich mich bei meinen Fahrerkollegen und Freunden Danny, Phillipp und Yannick, dem gesamten PIXUM Team Adrenalin Motorsport sowie meiner ganzen Familie, insbesondere bei meiner Ehefrau bedanken. Ein weiterer Dank geht an meine Partner und Förderer, hier vor allem die Akoma Versicherungsmakler GmbH sowie die RIMA Immobilen Verwaltungs GmbH“, so Rink.