Beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring trat Marco Seefried

für das Team Frikadelli Racing in einem Porsche 911 GT3 R an. Nach einem starken Qualifying und einer guten ersten Rennhälfte musste die Mannschaft nach mehreren Zwischenfällen das Rennen in der Nacht aufgeben.

Das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife ist unberechenbar. Das musste auch Marco Seefried in der 46. Ausgabe des Langstreckenklassikers erfahren. Nach einem guten Qualifying mit Startplatz drei und daraus resultierenden Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis ging im Rennen einiges schief. „Irgendwie war der Wurm drin“, resümierte Seefried. „Wir hatten am Start nicht den optimalen Luftdruck, wodurch das Auto im ersten Stint nicht in der Balance war. Darum konnte ich in meinem Start-Stint die Pace an der Spitze nicht ganz mitgehen und musste ziemlich kämpfen.“

Foto: Gruppe C

Für den nächsten Reifensatz korrigierte das Team den Luftdruck und Seefried übergab den Porsche an seinen Teamkollegen Norbert Siedler. Dieser hatte ebenfalls mit unerwarteten Problemen zu kämpfen. Zunächst geriet er beim Überrunden mit einem schwächeren BMW aneinander, woraufhin das Team das Auto reparieren musste. Kurz darauf der nächste Zwischenfall: Durch ein Kommunikationsmissverständnis erkannte Siedler eine Code-60-Zone zu spät und musste über die Wiese ausweichen, um eine Kollision mit den langsamen Fahrzeugen zu vermeiden. Dabei verschmutzten die Kühleinlässe derart, dass der Pilot noch auf der Strecke anhalten und das Malheur beseitigen musste. Dadurch fiel der Porsche mit der Startnummer 31 weit zurück.

Als die Nacht einbrach, konnte die Fahrercrew des Porsche mit der #31 Boden gutmachen. „Das lief viel besser als am Anfang. Das Auto fuhr sich deutlich neutraler und die Fahrzeug-Balance war wirklich gut. Obwohl es einige Code-60-Phasen gab, hat es viel Spaß gemacht“, zeigte sich der Routinier zufrieden. Wenige Stunden später hingegen die große Enttäuschung: Teamkollege Mathieu Jaminet meldete über Funk fehlenden Vortrieb und strandete im Bereich zwischen Aremberg und Fuchsröhre. Die herbeigeeilten Mechaniker diagnostizierten einen Schaden an der Kraftübertragung, woraufhin sich das Team entschloss, das Auto aus dem Rennen zu nehmen.

„Das ist natürlich sehr enttäuschend. Angesichts des Rennverlaufes kann man sich ausrechnen, was hier für uns ohne die Probleme möglich gewesen wäre. Aber so sind Langstreckenrennen, speziell hier auf der Nordschleife. Ich freue mich aber über das gute Ergebnis unseres Schwesterautos mit der #30, das auf Platz 11 ins Ziel gefahren ist“, erklärte der Porsche-Pilot.

Vom 20. bis 22. Mai geht es für Seefried erneut auf die Strecke. Der Langstreckenspezialist startet in Silverstone zum zweiten Lauf der Blancpain Endurance Series.